JazzatelierUlrichsberg

Ulrichsberger Kaleidophon 2017

Fr 28. bis So 30. April 2017 im Jazzatelier Ulrichsberg

Kaleidophonplakat 2017
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Fr 28. April ab 19.00 Uhr:
E pericoloso sporgersi
Skein
Ashes
Sa 29. April ab 18.00 Uhr:
Denoise
Nakama
Feichtmair-Harnik-Polaschegg
Jakob Bro Trio
So 30. April ab 18.00 Uhr:
Gahl, Winter & Lang
Rova + Kurzmann & Stangl
Joshua Abrams & Natural Information Society
Wolfgang Fuchs, Installation
PresseSpiegel
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Zehn Konzerte mit aktueller Musik aus den Bereichen Jazz, Neue Musik und Improvisation stehen auf dem Programm der 32. Ausgabe des Ulrichs­berger Kaleidophons. Etwa vierzig Musiker und Musikerinnen aus verschiedensten Teilen der Welt werden die Jazz­atelier­bühne bespielen. Ensembles mit lang­jähriger Geschichte wechseln sich ab mit neuen Projekten. Akustisches steht neben Elektronik, Geschriebenes neben Improvisiertem. Die bunte Mischung kreativer Ansätze ist es einmal mehr, die das Kaleidophon prägt.

Eintrittspreise (Euro):
Nichtmitglieder Mitglieder
Normal Erm. Normal Erm.
Pass 75 68 68 60
Tagesk. 30 27 27 23

Ermäßigt: Menschen unter 25, Studenten, Arbeitssuchende, Behinderte u. Begleitung sowie Raiffeisen-, Blas­musik­jugend-, 4You-Card- und Ö1-Club­mitglieder. Eintritt frei für Kultur­pass­inhaber und Flüchtlinge.


Konzertprogramm am

E pericoloso sporgersi
Fr 28.4., 19.00 Uhr:
 
E PERICOLOSO SPORGERSI
 
Gunda Gottschalk, Violine, Viola
Peter Jacquemyn, Kontrabass
Musik die in eine Welt von archaischen Sounds, eruptiven Ausbrüchen und bizarrer Schönheit führt.

Seit ihrer ersten Begegnung im Jahr 1995 in Peter Kowalds „ORT“ arbeiten Gunda Gottschalk und Peter Jacquemyn kontinuierlich zusammen. Ihre gemeinsamen Wege führten über viele internationale Großprojekte immer wieder hin zum Duo und der puren Improvisation aus dem Moment heraus.

Eine gemeinsame Reise in die Mongolei im Jahr 2012 hat weitreichende Spuren hinterlassen: Das Musizieren unter freiem Himmel in spektakulären Landschaften der Mongolei, die Zusammenarbeit mit Schamanen und Musikern der traditionellen mongolischen Musik klingt bis heute nach und findet sich in der Musik der beiden ImprovisatorInnen wieder.

Gunda Gottschalk, geb. 1969, lebt in Wuppertal. Spielt improvisierte und zeitgenössische Musik, oft auch in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Bildender Kunst und Literatur.
Peter Jacquemyn, geb. 1963, lebt in Belgien. Er ist gleichermaßen als Bildhauer und als Musiker tätig und gilt als einer der wichtigsten Vertreter Belgiens auf dem Feld der freien Improvisation.

CD: E pericoloso sporgersi, Valve Records

Skein
Fr 28.4., 21.00 Uhr:
 
SKEIN
Achim Kaufmann, Klavier
Frank Gratkowski, Reeds
Wilbert de Joode, Bass
Okkyung Lee, Cello
Richard Barrett, Elektronik
Tony Buck, Schlagzeug
Das erprobte Kaufmann-Gratkowski-deJoode-Trio integriert die Klangwelten von Cello, Elektronik und Perkussion in einen vielfältigen Gesamtklang.

Kaufmann, Gratkowski und de Joode entwickeln seit 2002 erfolgreich ihre Musik im Klavier-Saxophon-Bass-Trio. Seit 2013 erweitern sie diese eingespielte Band gelegentlich mit Okkyung Lee, Richard Barrett und Tony Buck zum Sextett. Zuletzt im Vorjahr, am Jazzfest Berlin. Ins Spiel kommen hier aber nicht nur die zusätzlichen Klangfarben von Cello, Elektronik und Perkussion, sondern vor allem auch der jeweilige „Erfahrungsrucksack“ dieser drei ausgeprägten Musikerpersönlichkeiten. Ulrich Stock schreibt in der „Zeit“ über das Berlin-Konzert: „Hier wird wirklich frei und ohne Vorgaben improvisiert. Allerdings haben selbst diese Musiker geübt: nämlich aufeinander zu hören. Die Sinne jedes Einzelnen sind auf das Gesamte gerichtet; niemand drängelt sich vor. Es geht nicht um Selbstverwirklichung und plötzliche Emotion, sondern um die Intgegration unterschiedlichster Geräusche in einen vielfältigen Klang, in dem jede Nuance ihre Berechtigung hat.“

Achim Kaufmann kommt aus Amsterdam, lebt derzeit in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Pianist in Improvisationsgruppen arbeitet er auch als Komponist. Frank Gratkowski lebt in Berlin, ist Mitglied in zahllosen Improvisationsgruppen, spielt aber auch in Ensembles für Neue Musik. Wilbert de Joode lebt in Holland, Autodidakt am Bass, Mitglied in vielen Ensembles der holländischen und internationalen Jazz- und Improv-Szene. Okkyung Lee, geboren in Korea, lebt in New York. Cellistin in einem höchst umfassenden Spektrum von Klassik über Jazz bis Improvisierte und Neue Musik. Richard Barrett stammt aus England, lebt in Berlin, spielt in Improvisationsgruppen, arbeitet aber auch als Komponist. Tony Buck, geboren in Australien, lebt zeitweilig in Berlin. Improvisationsmusiker, oft in Bands an der Schnittstelle zu Pop und Rock, Mitbegründer des Trios „The Necks“.

CD: Skein, Leo Records

Ashes
Fr 28.4., 23.00 Uhr:
 
ASHES
 
Hilary Jeffery, Posaune
Julia Reidy, E-Gitarre
Richard Scott, Modular-Synthesizer
Steve Heather, Schlagzeug
Wie in Zeitlupe schwebt Jefferys Posaune über einem dichten, teils rhythmisch treibenden, teils elektronisch angereicherten, heftig brodelnden Gebräu.

„Electric and raw – Ashes deliver a unique brand of groove-based music. Encompassing jilted funk, driving rock grooves, searching soundscapes and frantic shifting textures. A fresh and compelling approach to hard hitting improv rock.“

Ein junges Quartett mit vier WahlberlinerInnen britisch/australischer Herkunft. Ihr Debutkonzert gaben die vier im Rahmen der Nickelsdorfer Konfrontationen 2015. 2016 folgte ein Gemeinschaftsprojekt mit Elliot Sharp in Berlin. Ein erster Tonträger mit neuem Studiomaterial ist gerade in Vorbereitung.

Hilary Jeffery, geb. 1971 in England, ist seit etwa 20 Jahren in unterschiedlichsten Musikbereichen wie Rock, Techno, Jazz und Neue Musik aktiv. Richard Scott, ebenfalls in England geboren, konstruierte und programmierte sein eigenes Instrumentarium am holländischen Steim-Instititut, arbeitet seit 25 Jahren als Komponist und Improvisator. Julia Reidy und Steve Heather stammen beide aus Australien und sind derzeit vor allem in der Berliner Szene, unter anderem z.B. in Ensembles wie dem „Splitter-Orchester“, aktiv. Heather war in den letzten Jahren mehrmals bei uns zu Gast - u.a. mit Tobi Delius‘ „Booklet“.


Konzertprogramm am

Denoise
Sa 29.4., 18.00 Uhr:
 
DENOISE
 
Agnes Hvizdalek, Stimme
Klaus Filip, Sinuswellen
Die unverfremdete natürliche Stimme im Dialog mit reinen, elektronischen Sinuswellen.

Denoise (auch: „The Noise“) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Sinuswellenspezialisten Klaus Filip mit der Experimentalvokalistin Agnes Hvizdalek. Ihr gemeinsames Anliegen ist nichts weniger als die Erkundung jener Grenzen, die gemeinhin Musik definieren. Charakteristisch für das Duo ist dabei der Umgang mit dem Faktor Zeit sowie ein sehr bewusstes Reflektieren von musikalischen Strukturen und Formen. Die klanglichen Ausgangsmaterialien sind höchst unterschiedlich: Die Stimme in ihrer akustischen, elektronisch unverfremdeten Form einerseits und reine, elektronisch hergestellte Klänge andererseits. Das daraus entstehende Ergebnis sind Klanglandschaften mit einem Ausdrucks-Spektrum von fragil bis intensiv.

Agnes Hvizdalek stammt aus Wien, wo sie jetzt, nach einigen Jahren Aufenthalt in Norwegen, auch wieder lebt. Ihr Betätigungsfeld nennt sie „abstrakte Vokalmusik“ - teils in Soloauftritten, oft aber auch in Ensembles.
Klaus Filip, lebt in Wien, zählt zu den ersten Musikern weltweit, die den Laptop in einer Live-Situation verwendet haben. Mit „ppooll“ hat er darüberhinaus eine Software für den Live-Einsatz entwickelt, die inzwischen auf Bühnen rund um den Globus verwendet wird.

Nakama
Sa 29.4., 19.00 Uhr:
 
NAKAMA
 
Adrian Løseth Waade, Violine
Ayumi Tanaka, Klavier
Agnes Hvizdalek, Stimme
Christian Meaas Svendsen, Bass
Andreas Wildhagen, Schlagzeug
"Komprovisationen" mit Elementen aus der frühen Neuen Musik Amerikas, europäischem Jazz und japanischen Musiziertraditionen.

Nakama ist ein Musikerkollektiv und eine Band des norwegischen Kontrabassisten Christian Meaas Svendsen. Als Band im Kern zunächst ein Quartett mit Bass, Violine, Klavier und Perkussion, gern aber auch in erweiterten Besetzungen bis hin zur Kooperation mit einem buddhistischen Chor! oder, wie hier, als Quintett, erweitert um die Stimme von Agnes Hvizdalek. Grundanliegen ist eine sehr offene und experimentelle Herangehensweise ans Musikmachen. Svendsen: „The music draws influences from European Jazz, early American contemporary music, Japanese traditional music and the harmonies of the romantic classical era. Furthermore the music intimately explores the relation between content and non-content, and the possibilities of working with composed forms on a fixed musical material.“

Das Wort Nakama stammt aus dem Japanischen und bedeutet etwas in der Art von „Kameraden“ oder „Freunde“, eine gleichberechtigte Menschengruppe, in der keine(r) über der/dem anderen steht, beschreibend.

Waade, Tanaka, Svendsen und Wildhagen leben und arbeiten in Norwegen und sind in der dortigen Jazz- und Improvszene aktiv, teils in Ensembles wie dem „Large Orchestra“ von Paal Nilssen Love. Agnes Hvizdalek: siehe „Denoise“.

CD: Most Intimate, Nakama Records

Feichtmair-Harnik-Polaschegg
Sa 29.4., 21.00 Uhr:
 
FEICHTMAIR-HARNIK-POLASCHEGG
 
Tanja Feichtmair, Alto-Sax
Elisabeth Harnik, Klavier
Nina Polaschegg, Bass
Energische Intensität, helle Expressivität und abstrakte Entschleunigung: Das verspricht das Zusammentreffen dieser drei schillernden Musikerpersönlichkeiten.

2+2+2=3:
Energie + Expressivität
Abstraktion + Konkretion
Ruhe + Impulsivität
=
fließende Klanggewebe, abstrakte Lyrik und treibende Pulse im Trio von Tanja Feichtmair, Elisabeth Harnik und Nina Polaschegg.

Tanja Feichtmair lebt in Ulrichsberg, improvisiert solo und in Gruppen und reflektiert dabei sowohl die Entwicklungen des freien Jazz amerikanischer Prägung als auch die Klangfarbenästhetik europäischer Herkunft.

Elisabeth Harnik lebt in der Steiermark, arbeitet als Komponistin und Interpretin in Bereichen wie Neue Musik, zeitgenössischer Jazz und Improvisierte Musik.

Nina Polaschegg lebt als freie Musikpublizistin und Musikwissenschaftlerin in Wien. Als Bassistin widmet sie sich vor allem der freien Improvisation, beschäftigt sich aber immer wieder auch mit der historischen Aufführungspraxis Alter Musik.

Jakob Bro Trio
Sa 29.4., 23.00 Uhr:
 
JAKOB BRO TRIO
 
Jakob Bro, E-Gitarre
Thomas Morgan, Kontrabass
Joey Baron, Schlagzeug
Jakob Bro continues to refine his trio project, with its emphases on melody, sound, space, layered textures and interaction.

Der junge, aber vielbeachtete dänische Gitarrist Jakob Bro beschert uns ein spezielles Vergnügen. Es geht hier nämlich nicht nur um ein erstklassiges Gitarre-Bass-Drum-Trio. Das schon auch, aber, am Schlagzeug sitzt mit Joey Baron ein ganz besonderer Musiker, der seit seinem ersten Auftritt bei uns im Jahr 1989 zwar immer wieder, aber insgesamt eben viel zu selten Gast in unserem Hause war. Baron, geb. 1955 in Richmond/Virginia, kommt aus dem traditionellen Jazz, war dann aber rasch eines der Aushängeschilder in John Zorns Knitting-Factory-Universum und gilt weltweit und unbestritten als einer der besten seines Faches.

Thomas Morgan, geb. 1981, kommt aus Kalifornien. Spielt den Bass in Bands von Jim Black, Bill Frisell, Steve Coleman, Sylvie Courvoisier…
Jakob Bro, geb. 1978, lebt in Kopenhagen, war Mitglied in Paul Motians Electric Bebop Band und spielt derzeit u.a. mit Thomas Stanko und Palle Mikkelborg.

Die Basis, auf der das Trio improvisiert, sind Bros offen angelegte Kompositionen. Gemeinsam erstellen die drei daraus schöne, atmosphärisch dichte Klanglandschaften. Nachzuhören auf inzwischen zwei ECM-CDs: „Gefion“ aus dem Jahr 2015 (damals noch mit Jon Christensen am Schlagzeug) und auf der neuen, seit kurzem erhältlichen „Streams“ mit Thomas Morgan und eben Joey Baron.


Konzertprogramm am

Winter, Gahl, Lang
So 30.4., 18.00 Uhr in der Pfarrkirche Ulrichsberg:
 
GAHL, WINTER & LANG
 
Annelie Gahl, Violine
Manon-Liu Winter, Klavier
Klaus Lang, Harmonium
Kompositionen für Violine und Klavier, ein neues Stück von Klaus Lang und ein Klaviersolo von Manon-Liu Winter.
  • Galina Ustwolskaya: „Duett für Violine und Klavier“ (1964)
  • Morton Feldman: „Vertical thoughts for violin and piano“ (1963)
  • Manon-Liu Winter: „Naomblou“, Klavier-Solo-Improvisation
  • Klaus Lang: Neues Werk für Violine und Harmonium (UA)

Annelie Gahl lebt als freischaffende Geigerin in Wien. Sie war Mitglied der Camerata Salzburg und in Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus, leitete das Barockorchester “Capella Triumphans” und ist immer wieder auch Gast im Klangforum Wien.

Manon-Liu Winter, lebt in Wien, arbeitet als Interpretin Neuer Musik (oft in enger Zusammenarbeit mit KomponistInnen wie Peter Ablinger oder Katharina Klement) und als Improvisatorin - sowohl solistisch als auch in Gruppen.

Klaus Lang, geboren 1971 in Graz, lebt in Steirisch Lassnitz. Er studierte Komposition und Musiktheorie (bei H.M. Preßl, B. Furrer and Y. Pagh-Paan) und Orgel. Klaus Lang liebt Tee. Was er nicht mag sind Rasenmäher und Richard Wagner.

In Kooperation mit und mit Dank an:
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Ochs, Stangl und Kurzmann
So 30.4., 20.00 Uhr:
 
ROVA + KURZMANN & STANGL
Bruce Ackley, Sopran- & Tenorsax
Steve Adams, Alt- & Sopraninosax
Larry Ochs, Tenor- & Sopraninosax
Jon Raskin, Bariton- & Altosax
Burkhard Stangl, E-Gitarre
Christof Kurzmann, ppooll
Steve Lacy's "Saxophone Special" ist hier der historische Bezugspunkt. Letztlich ist es aber die Improvisation, die im Zentrum steht.

Steve Lacy‘s Komposition „Saxophone Special“, ein Stück für Saxophonquartett, E-Gitarre und Elektronik, ist Ausgangspunkt für dieses Unterfangen. Rova hat 2015 eine neue Version dieses Stücks mit Henry Kaiser und Kyle Bruckmann aufgenommen und arbeitet im Moment an weiteren Varianten mit Eyal Maoz/Chuck Bettis in New York, Jean Marc Montera/Christian Sebille in Marseille und eben hier, im Rahmen dieser Tour mit Burkhard Stangl und Christof Kurzmann.

Lacy‘s kompositiorische Vorgaben dienen als Basis. Die genauere Ausgestaltung erfolgt dann einerseits mittels der von Rova entwickelten, teils handzeichengesteuerten Conduction-Prozesse und andererseits, wie könnte es anders sein, unter Ausschöpfung des improvisatorischen Potenzials der jeweiligen Teilnehmer.

Das Rova Saxophone Quartett (San Francisco) ist eines der am längsten bestehenden Ensembles für Musik an der Schnittstelle Improvisation/Komposition. Blues, Jazz, freie Improvisation und zeitgenössische Komposition - all das hat in Rovas Universum durchaus seinen Platz.

Burkhard Stangl und Christof Kurzmann sind längst über die heimischen Grenzen hinaus zwei der wichtigsten österreichischen Botschafter in Sachen aktueller Musik. Neben vielen Berührungspunkten in verschiedenen Improv-Konstellationen verbindet sie weiters im Projekt „Schnee“ eine ganz konkrete Duo-Zusammenarbeit.

Joshua Abrams
So 30.4., 22.00 Uhr:
 
JOSHUA ABRAMS' NATURAL INFORMATION SOCIETY
 
Joshua Abrams, Gimbri
Lisa Alvarado, Harmonium & Gong
Ben Boye, Autoharp & Wurlitzer
Mikel Avery, Schlagzeug
Die Gimbri steht im Zentrum dieser hypnotisch-psychedelischen Musik.

Die Gimbri, eine marokkanische Laute mit drei Saiten, die in der Gnawa-Musik der Berber verwendet wird, steht im Zentrum dieser hypnotisch-psychedelischen Musik. Der Klang des Quartettes lebt weiters von Schichtungen und Zyklen, in denen sich der Trance-Faktor der Gnawa-Musik mit den Färbungen von Jazz und Minimal Music sowie dem repetitiv-rauen Gestus von Krautrock verbindet.

Joshua Abrams‘ Wurzeln liegen in der vielfältigen Chicagoer Musikszene, gespeist aus verschiedensten Formen experimenteller Jazz- und Rockmusik. Spätestens seit seinem Mitwirken im Trio „Sticks & Stones“ mit Matana Roberts und Chad Taylor ist er auch in Europa bekannt. Die „Natural Information Society“ betreibt Abrams seit 2010, vorwiegend in der Quartettbesetzung mit Lisa Alvarado, Ben Boye und Mikel Avery; Gastmusiker im Ensemble waren aber auch schon Musiker wie Hamid Drake oder Evan Parker.

CD: Magnetoception, Eremite Records


In der Galerie:

WOLFGANG FUCHS: KAMMERFLIMMERN
Kammerflimmern
Installation in den Galerieräumen des Jazzateliers. Geöffnet während des Kaleidophons (28.-30.4.) sowie weiters bis zum 7. Juli 2017, jew. MO - FR, 14.00 bis 16.00 Uhr.

Das Flimmern der Kammer meint hier ein Herumspringen zwischen verschiedenen Konfigurationen des Ausstellungsraums durch im gesamten Haus gefundene Objekte. Der Prozess des Sicht- und Hörbarmachens verborgener und vergessener Splitter aus der Geschichte und Gegenwart des Jazzateliers wird in einer medienübergreifenden Installation und dynamischen Dokumentation abgebildet.

Wolfgang Fuchs, geboren 1974 in Steyr/Oberösterreich, lebt in Linz.

Arbeiten in den Bereichen Improvisation, Neue Musik, Musiktheater, Radio, Tanz, etc.; Auftritte als Turntablist auf namhaften und unnamhaften Festivals im In- und Umland; spielt gerne solo, in kleinen und mittleren Ensembles, gelegentlich auch im Orchesterverbund; der Hang zu Struktur und Planbarkeit schlägt sich auch im Produzieren von konzeptuellen Arbeiten in Bereichen der Installationskunst nieder.

Kooperationspartner und -partnerinnen in den letzten Saisonen waren u.a.: Terri Frühling, Cordula Bösze, Gerald Roßbacher, Veronika Mayer, Lale Rodgarkia-Dara, Alfred Grubbauer, Claudia Cervenca, Norbert Trawöger, Richard Eigner, Luis Conde und Bernhard Lang.


Weitere Details zum Programm und den jeweils letzten Stand der Dinge erfahren Sie zu gegebener Zeit und laufend auf dieser Seite!

Vorbehaltlich Programmänderungen!
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