JazzatelierUlrichsberg

Gerhard Wöß: Landvermessung

16. Februar bis 28. April 2024 im Jazzatelier Ulrichsberg

WoGe: Landschaftslinien
AUSSTELLUNG
„Landvermessung”
Zum 70. Geburtstag von Gerhard Wöß.
 
Vernissage:
Freitag, 16. Februar 2024, 19 Uhr
Einführung: Dr. Elisabeth Mayr-Kern
Act: Tanja Feichtmair, Altosax
 
Dauer und Öffnungszeiten:
17. Februar bis 28. April 2024,
Mittwoch bis Freitag jew. 14 – 17
und nach Vereinbarung: Tel. 0660 6388 816.

Informationen zur Ausstellung

„Landvermessung“ ist der Titel der Ausstellung von Gerhard Wöß zu seinem 70. Geburtstag in der Galerie im Jazzatelier Ulrichsberg.
Vermessung im Sinne von Erforschen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Daniel Kehlmann beschreibt in seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ zwei Arten, wie man die Welt erfahren und verstehen kann, indem er die Biografien von zwei anerkannten Wissenschaftlern, die um 1800 gelebt haben, beschreibt. Alexander von Humboldt, der Reisende und Friedrich Gauß, der Rechnende. Ich versuche beide Vorgangsweisen in meiner bildnerischen Arbeit zu verbinden. Da ist zum einen das bewusste Erleben von Landschaften durch viele Wanderungen und zum anderen das Sammeln von Informationen über die Entstehung der Welt bzw. die Erfassung der Landschaft durch Pläne, Skizzen und Karten. Auf Basis dieser Erfahrungen und Erkenntnisse entstehen Zeichnungen, die Landschaften in ihrem Aufbau und in ihren Strukturen sichtbar machen und beim Betrachten Erinnerungen an eigene Entdeckungen wecken.
Historische Pläne und Landkarten aus meiner näheren Umgebung sind sehr oft Ausgangspunkt einer intensiven Beschäftigung. Sie bilden die Grundlage für viele bildnerische Arbeiten. So sind in den letzten drei Jahren vor allem drei Werkgruppen entstanden, die ich exemplarisch in der Ausstellung im Jazzatelier zeigen werde:
• Wie Landschaften entstehen
• Grenzräume oder Böhmerwaldvermessung /Vermessung der Donau
• Landschaftslinien
Die Ausstellung ist keine Retrospektive, sie gibt Einblick in das aktuelle Kunstschaffen. Bei der Vernissage wird auch das Katalogbuch „Landvermessung“, es beschreibt die künstlerische Arbeit der letzten Jahre, präsentiert.

Biografische Informationen

Gerhard Wöß, geboren 1954 in Neustift im Mühlkreis, lebt in Ulrichsberg/OÖ; ab 1977 Lehrer für Bildnerische Erziehung und Mathematik in Ulrichsberg sowie später in Linz auch in der Pädagogischen Hochschule OÖ, seit 2016 als Künstler freischaffend; Kulturpreis der Stadt Rohrbach, Pädagogikpreis »Kraftfeld Schule«, Bundes- und Landespreise für verschiedene Kunstprojekte; zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland (z. B. 2020 Biermärz, Kunsthaus Obernberg; Vision Europa, Vilshofen; Sommerausstellung des Landes OÖ im Schlossmuseum Linz, 2021 „Landvermessung – Riebe/Ruckerbauer/Wöß“, St. Anna-Kapelle Passau, Beteiligung (D), „Landvermessung“, Galerie im Gwölb, Haslach (A), Jubiläumsausstellung '30 Jahre Spektrum', Aschach; Beteiligung (A)). Neben seiner künstlerischen Arbeit ist Gerhard Wöß seit Jahrzehnten für das Ausstellungsgeschehen im Jazzatelier kuratorisch tätig.

"Gerhard Wöß ist ein großer „Landschaftsverdichter“ und „Landschaftssucher“. Wie ein roter Faden durchzieht sein Oeuvre ein unbändiger Forscherdrang nach der letztgültigen Antwort auf die Frage: Was ist Landschaft? Was kann Landschaft sein? Wie entstehen Landschaften? Als bevorzugtes Material verwendet er dafür Fett, Graphitpulver, Tusche und Acryl auf Leinwand, Papier oder Holz. Er schafft damit in beeindruckender Zeichen- und Symbolsprache Kunstwerke, die uns dazu einladen, ja geradezu auffordern, über etwas nachzudenken, das wir so selbstverständlich annehmen, als gegeben hinnehmen. Wöß zeigt uns die Landschaft nicht als Abbild ihrer selbst, sondern wie sich Landschaft als eine Idee, eine Erinnerung oder als Gedanke formt und zusammensetzt."
Anita Prammer, Galerie Steinhaus, St. Ulrich

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