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Die Vaterlosen

Ein Film von Marie Kreutzer. Österreich 2011, 105 Minuten. U.a. mit Johannes Krisch, Marion Mitterhammer und Philipp Hochmair.


Mit dieser Schwester haben die Geschwister nicht gerechnet: Geboren in einer alternativen Wohngemeinschaft, treffen sie Kyra nach über zwanzig Jahren anlässlich des Todes ihres gemeinsamen Vaters wieder. Eine ihnen nahezu unbekannte Kyra, die nach Auflösung der Hippiekommune plötzlich verschwand. Als Kyra erfährt, dass ihre Existenz verschwiegen wurde, beginnt sie alten Geheimnissen nachzuspüren. Und die Geschwister graben gemeinsam zu den Wurzeln ihrer Kindheit.

Marie Kreutzer erzählt in ihrem Debütfilm eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit, über Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung und Freiheit.

Marie Kreutzer über ihren Film: „‚Die Vaterlosen‘, das ist für mich ein authentischer, persönlicher Film in lebendigen und farbigen Bildern, Farbe, die für die Erneuerung steht, auch wenn der Film mit einem sterbenden Mann beginnt. Ein sehr nah an den Figuren erzählter Film, aufgebaut auf ihrem Erleben, ihren Perspektiven.

Der Tod ihres Vaters schickt die vier Hauptfiguren auf eine kurze, aufwühlende Reise in ihre gemeinsame Vergangenheit: ein Mosaik emotional gefärbter und ambivalenter Erinnerungen an ihren Vater, der die ungewöhnliche Familienstruktur als bestimmender Mittelpunkt gleichzeitig zusammenhält und trennt. Der Film kreist inhaltlich, atmosphärisch und visuell um genau diese Pole: Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung und Freiheit.

Was mit einem Verlust beginnt, endet in ‚Die Vaterlosen‘ mit einem Beginn. Familie ist eben nicht nur, was rechtlich und biologisch behauptet wird, sondern was wir daraus machen.“

Links: Die Vaterlosen

EINTRITT: € 7,00