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Jazzatelier Ulrichsbg
 
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Ulrichsberger Kaleidophon 2008

Donnerstag, 1. bis Samstag, 3. Mai 2008 im Jazzatelier Ulrichsberg

     
  Zurück zum vorherigen ArchiveintragWeiter zum nächsten Archiveintrag   Kaleidophonplakat 2008 (Foto: Karl Nömair)

Do, 1. Mai 2008, ab 19.00:
Raw Materials
Vist Ag
Return of the New Thing
 
Fr, 2. Mai 2008, ab 18.00 :
Otomo Yoshihide
Altenburger / Blondy / Gauguet
Giancarlo Locatelli & Barre Phillips
Obliquity
 
Sa, 3. Mai 2008, ab 17.00:
Elisabeth Flunger: Songs
Here comes the Sun & Philip Jeck
Taylor Ho Bynums 13th Assembly
The Wardrobe Trio
Couscous

Ausstellung: In gardens we live
Isa Riedl und Andrea Lehmann,
Zeichnungen und Malerei

 

Hier gehts zu Fotos vom Festival. Dank an Iztok Zupan!
 
 
 
Sendetermine der Radiomitschnitte:
 
auf SWR2:
26.6., 4.7., 10.7. jew. um 23:03 und 16.7. um 19:05
 
auf ORF Ö1:
13.5. und 26.8. jeweils um 23.05

 

 

             
     

Das Musikfestival "Ulrichsberger Kaleidophon" beschäftigt sich mit aktueller Musik aus Bereichen wie Jazz, Improvisation und Neue Musik. Das Festival findet seit 1986 jährlich statt. Die nun bevorstehende 23. Ausgabe des Kaleidophones bringt insgesamt zwölf Konzerte mit MusikerInnen aus Europa, Amerika und Japan. Neben dem Konzertgeschehen wird weiters eine Ausstellung von Isa Riedl und Andrea Lehmann angeboten.

 

“Listening to aboriginal music or Jimi Hendrix, you would not describe these people using ‘extended techniques’. It is the music - the way people play instruments is an integral part of them achieving their musical aims.” (John Butcher)

Tatsächlich erfolgt die Herstellung aktueller Musik sehr oft auf genau diesem Weg: MusikerInnen, die auf die Auswahl ihres Instrumentariums und mehr noch auf die absolut individuelle Handhabung dieses ausgewählten Instrumentariums allergrößten Wert legen, erarbeiten ihre Musik in enger Abstimmung mit genau diesem persönlich geprägten Zugang zu Instrument und Technik. Nicht Normierung und Festlegung mit dem Ziel der Gewährleistung eventueller Wiederaufführbarkeit wird angestrebt, sondern das Finden eines individuellen Weges, an dessen Ende die Aussicht auf neue, vorher nicht dagewesene und in jedem Fall aufs Engste mit Person und Fähigkeiten der InterpretInnen verknüpfte Musik steht.

Bei aller Vielfalt, die auch für das Programm der 23. Ausgabe des Kaleidophones bestimmend ist, ist es wohl genau diese Haltung, in der sich alle teilnehmenden KünstlerInnen einig sind - und zwar gleichgültig, ob die Zuordnung zunächst zu musikalischen Genres wie „Improvisation“ oder „Composer/Performer“ erfolgt: Es geht letztlich immer um die Verwirklichung eigener Musik, um den Versuch, die jeweils letztgültige Zielvorstellung einer eigenen Musik zu Gehör zu bringen. Instrumentarium und Technik, gruppeninterne Kommunikationsprozesse, Konzertort, Bühne und Publikum sind dabei die Musik unweigerlich und in erheblichem Ausmaß mitbestimmende Faktoren.

Instant Composing, unmittelbar zum Zeitpunkt der Aufführung entstehende Musik, Echtzeitmusik. Das Konzert als der Zustand, der eine Situation provoziert, in der etwas passiert, was es so vorher und nachher nicht gibt. Genau das ist es, was ein Festival wie das Kaleidophon verspricht - und - das ist ja eigentlich nicht wenig.

Viel Vergnügen!

 

 

 
 
     

Das Donnerstagsprogramm im Detail:

     
  top   Rudresh Mahanthappa und Vijay Iyer

Do, 1. Mai, 19.00, Jazzatelier:

RAW MATERIALS

Rudresh Mahanthappa,
Alto-Saxophon
Vijay Iyer, Klavier

       

 

     

 
„Für mich ist die Musik die beste, die einen Sinn für Organisation, für Struktur zeigt. Struktur macht Musik zur Kommunikationsform. Menschliche Wesen fühlen sich immer zur Logik hingezogen. Diese Logik kann aber auch abstrakt sein. Musik und Mathematik sind für mich universelle Sprachen. Es gibt keine Kultur, die nicht zählt. Musik ist die emotionale Seite des Rechnens.“ (Rudresh Mahanthappa)

„Immer öfter vernimmt man in diesen Tagen die Kunde einer „South Asian Scene“ unter den New Yorker Jazz-Cliquen. Und tatsächlich: Aus den Kreisen indisch- und pakistanischstämmiger Musiker der zweiten Migranten-Generation kommen zurzeit einige der spannendsten Hoffnungsträger des amerikanischen Jazz. Musiker, die mit eigenständigen Konzepten aufwarten und für neue Impulse und Farben im Jazzmutterland sorgen, just zu einem Zeitpunkt, als dieses dafür kritisiert wird, den Jazz immer mehr zum historisierenden Idiom erstarren zu lassen und die Chancen der Globalisierung, die Integration neuer Einflüsse, zu verschlafen.

Rudresh Mahanthappa und Vijay Iyer heißen zwei der schlagendsten Gegenargumente. Beide Jahrgang 1971 und in den USA aufgewachsen, reflektieren in ihrer Musik auf unpuristische Weise ihre kulturelle Herkunft. Sie bilden eine kongeniale Achse - wohl auch, weil sich hier zwei ästhetisch verwandte Naturen gefunden haben, denen es weniger um klangliche und idiomatische Anleihen an indischer Musik, denn um die Integration struktureller Elemente geht.

Vijay Iyer ist ein elaborierter, kontrapunktischer Strukturdenker, für den Dichte und Polyrhythmik wichtige Parameter sind und dessen Musik bei aller Komplexität sinnlich mitreißend wirkt. Vertrackte Piano-Patterns werden repetiert und weiter gesponnen, schaffen fließende, wellende Klangströme, über denen Mahanthappa in expressiven, in der diskursiven Logik an Steve Coleman erinnernden Altsaxophonlinien mäandert. Raw Materials bietet äußerst konzentrierte Dialoge, Kompositionen und Improvisationen werden auf immer neue Weise ineinander verschränkt, ohne dass Spontaneität zu kurz kommt.“ (Andreas Felber im Concerto-Magazin.)

CD: „Raw Materials“, Iyer & Mahanthappa, Pi-Recordings 2007

 
 
 

       
  top   Annette Giesriegl

Do, 1. Mai, 21.00, Jazzatelier:

VIST AG - VIENNA IMPROVISERS STRING TRIO FEAT. ANNETTE GIESRIEGL

Annette Giesriegl, Stimme, Elektronik
Michael Fischer, Violine
Clementine Gasser, Cello
Karl Sayer, Kontrabass

       
     

 
Vier KünstlerInnen treffen hier einander, die ihre Kenntnisse um experimentelle Klanggestaltung mit dem Anspruch an kompositorisches Formbewusstsein -instant composing- einsetzen. Dezidiert an Klarheit und Transparenz orientiert, entstehen von der Präzision der eigenen Ideengestaltung getragene Texturen. Das Ensemble arbeitet von einer heterogenen Erscheinungsform hin zu einem homogenen Klangbild, von einem homogenen Klangbild hin zu den Rändern dieser Homogenität.

Annette Giesriegl, grenzüberschreitende Vokalistin, die sich zwar gerne, aber nur zu einem Teil dem Jazz zuschreibt. Ihr Klangspektrum erweitert sie mit Loops und Delays, eine ihrer Soundspezialitäten ist die von ihr entwickelte „voicetrumpet“, ihre „new silence“ voice lässt massiv verstärkte, sensible gutturale und labiale Laute plastisch werden. Neben Projekten mit Mia Zabelka und Jay Clayton arbeitete sie u.a. mit Veryan Weston, Steve Beresford, John Edwards, Manon-Liu Winter und Gerhard Rühm.

Clementine Gasser, in Luzern geboren, lebt in Wien. Solo-, Ensembleprojekte, Kooperationen und Auftragskompositionen entstanden u.a. mit Jeunesse, Gert Jonke, Robert Menasse, Mikolaj Trzaska, Joachim Roedelius und dem ORF/Ö1, mit Christoph Schlingensief/Patti Smith, Karin Beier und Achim Benning für das Wiener Burgtheater. Cello solo CD-Release: Subversive Klassik Avantgarde: PIONEER 23. Im letzten Jahr Festivaleinladungen nach Spanien, Irland, Polen, Albanien, New York.

Karl Sayer, bekannt für seine Offenheit für verschiedenste musikalische Ausdrucksformen, hat den avancierten Jazz- und Improvisierte Musik-Bereich in Österreich als Kooperationspartner österreichischer und internationaler KünstlerInnen seit über 25 Jahren entscheidend mitgestaltet; Zusammenarbeit u. a. mit Sainkho Namtchylak, Myra Melford, Wolfgang Mitterer, Oskar Aichinger, James Blood Ulmer, Idris Muhammad. In Ulrichsberg war er zuletzt 1980! zu Gast.

Michael Fischer arbeitet an der Sprachimmanenz musikalischen Materials an der Schnittstelle Improvisierte/Neue Musik/Klangkunst, an der Textur Feedback, mit Saxophon, Violine, Radiostudiosetup; Conductions und genreübergreifende Projekte. Festivaleinladungen nach Europa und Japan. Kooperationen u.a. mit William Parker, Irene Schweizer, John Edwards, Denis Charles, Hilary Jeffery, Peter Kowald, Rozemarie Heggen, Peter Jacquemyn, Burton Greene, Daisuke Terauchi, Tamaho Miyake, Gerhard Jaschke, Marc Adrian; initiiert 2004 das Vienna Improvisers Orchestra, 2006 VIST AG.

CD: „VIST AG“, Creative Sources, 2008

 
 
 

       
  top   Dan Warburton

Do, 1. Mai, 23.00, Jazzatelier:

RETURN OF THE NEW THING

Jean-Luc Guionnet, Alto-Saxophon
Dan Warburton, Violine und Klavier
Francois Fuchs, Kontrabass
Edward Perraud, Schlagzeug

       
     

 
Im Jahr 1959 proklamierte ein junger Saxofonist aus Fort Worth, Texas, das New Thing des Jazz. „Something Else!!!!“ (tatsächlich mit vier Ausrufzeichen), „The Shape of Jazz to Come“, „The change of the Century“ und schließlich „Free Jazz“ hießen die Platten, mit denen Ornette Coleman ein neues Zeitalter des Jazz einläutete. Heute, fünfzig Jahre nach den aufreibenden Debatten zwischen Jazz-Puristen und Free Jazz-Putschisten über das „Neue Ding“ und die Zukunft des Jazz, gehört ein großes Selbstbewusstsein dazu, eine Platte Return of the New Thing zu nennen. Allzu hoch sind die Maßstäbe, an denen man sich dadurch messen muss.

Vier in Paris lebende Jazzmusiker um den englischen Pianisten und Violinisten Dan Warburton haben es sich dennoch getraut. Vielleicht, so mögen sie sich gesagt haben, ist es heute angebracht, sich noch einmal von all den stilistischen Konventionen und idiomatischen Spielregeln zu befreien, von denen natürlich auch der freie Jazz binnen kurzem eingeholt worden ist. Und tatsächlich: der Free Jazz à la France, wie er hier erklingt, wirkt frisch, unbeschwert und frei und besticht durch die Stringenz, mit der die vier Musiker energetische Spannung erzeugen. Reminiszenzen an Up tempo-Jazz und sogar Rock-Grooves kommen zum Einsatz, ohne einen Moment lang aufgesetzt oder herbeizitiert zu wirken. Aus meditativen Klangflächen werden freie Balladen entwickelt, bei denen die ungeschliffenen Altosaxophonlinien Jean-Luc Guionnets zielstrebig auf den expressiven Höhepunkt zusteuern. In anderen Stücken verbeugen sich die französischen Improvisatoren vor Archie Shepp, dem „angry young man“ unter den Free Jazz-Saxophonisten, oder mit einem Choral vor dem südafrikanischen Pianisten Abdullah Ibrahim.

All das ist mehr als nur ein weiteres jener Retro-Projekte, die die heutige Musiklandschaft bevölkern. Natürlich kein „neues Ding“, aber eine frische Brise, die von der Seine zu uns herüberweht. (Martin Pfleiderer in der „Zeitschrift für Neue Musik“)

CDs:
„Return of the New Thing“, Leo Records, 1999
„Crescendo“, Return of the New Thing, Not Two Records, 2005

 
 
 

       
     

Das Freitagsprogramm im Detail:

     
  top   Otomo Yoshihide

Fr, 2. Mai, 18.00 Uhr, Jazzatelier:

OTOMO YOSHIHIDE

Otomo Yoshihide,
Turntables, E-Gitarre

       

 

     

 
Otomo Yoshihide, auf dem Plattenteller Braxtons „For Alto“, etwa eine halbe Stunde nur damit: Hommage und Demontage in einem. Otomo im frei improvisierenden Trio mit Keith Rowe und Taku Sugimoto: eine halbe Stunde bester Morton Feldman. Otomo, auf den Turntables liegt ein Schlagzeugbecken: 30 Minuten radikal konsequenter, opulenter Lärm, ... Es ist schwer vorherzusagen, was in einem Otomo-Solo den Hörer erwartet.

Yoshihide, geb. 1959 in Yokohama, ist das Aushängeschild japanischer Experimentierfreudigkeit schlechthin - unabhängig davon, ob der Kontext gerade Freejazz, Punk, Noise oder Elektronik heißt. Nach dem Studium der Musikgeschichte und nach ersten Auftritten als Rock- und Freejazz-Gitarrist, gelang ihm spätestens mit der Formation „Ground Zero“ der weltweite Durchbruch. Lärm, Krach und Energie ist aber nur eine Seite seiner Arbeit. Die andere Seite handelt von einem zu außerordentlicher Subtilität fähigen Klangkünstler. Das Gitarrenspiel empfindet er eher als physischen Vorgang, im Unterschied zur Erzeugung elektronischer Klänge, die eher die Idee von Musik verkörpern. Turntables sind in diesem Zusammenhang als das Instrument zu sehen, das beide Zugänge ermöglicht.

Klaus Hübner in der „Zeitschrift für Neue Musik“ über Otomos jüngste Solo-DVD: „Feedbackexplosionen stehen neben dem Experiment mit meditativen Klängen aus der Zen-Abteilung; Sinuskurvenexperimente verbreiten den Geist summender Sonnenwinde. Vor- und Zurückdrehen der laufenden Schallplatte, der zuschlagende Einsatz der Hände, mit dem Geigenbogen bearbeitete Tonabnehmerkabel, auf der E-Gitarre aufeinander gehetzte Toncluster - immer das Geräusch auf sein Wesen reduzierend. Es ist ganz einfach nur da, und es erfüllt absolut keinen anderen Zweck als den, Geräusch zu sein.“

Yoshihide: „Ich bin absolut nicht daran interessiert, meine Musik in irgendeiner Art Botschaft zu verwenden, mit der man in Worten etwas ausdrücken könnte. Ich habe nicht die Absicht, Musik zu machen, die die Konsumgesellschaft als Propaganda gebrauchen könnte.“

DVD: „The Multiple Otomo Project“, Otomo Yoshihide, Asphodel 2007

 
 
 

       
  top   Blondy / Gauguet / Altenburger

Fr, 2. Mai, 19.30 Uhr, Jazzatelier:

ALTENBURGER / BLONDY / GAUGUET

Martine Altenburger, Cello
Frederic Blondy, Klavier
Bertrand Gauguet, Alto - und
Sopransaxophon

       
     

 
Altenburger, Blondy und Gauguet verbindet ein profundes Wissen über und viel Aufführungspraxis in Neuer Musik. Klangvokabular wie man es vor allem aus Cage-, Lachenmann- oder Xennakiskompositionen kennt, spielt eine Rolle. Es geht hier aber nicht um geschriebene Musik. Die Musik entsteht in freier Improvisation, im freien Fluss und zeichnet sich durch eine gewisse Luftigkeit aus, in der durchaus auch die Stille ihren Platz hat.

Martine Altenburger, geb. 1963, Cellostudium in Le Mans und Savonlinna (Finnland), lebt in Toulouse. Seit 1988 als Improvisationsmusikerin tätig, - u.a. mit Michel Doneda, Daunik Lazro und Dominique Regef. Mitbegründerin von „La Flibuste“, ein multidisziplinäres Kollektiv für Musik, Tanz, Schauspiel, Film und Malerei. Gemeinsam mit dem Perkussionisten Le Quan Ninh leitet sie das „Ensemble Hiatus“, eine Gruppe an der Schnittstelle Improvisation/Komposition. Als Cellistin auch interpretierend tätig - u.a. für Komponisten wie Jean-Christophe Feldhandler.

Frederic Blondy, geb. 1973, studierte Mathematik und Physik, zunächst Jazzpianist, seit einigen Jahren Hinwendung zu freier Improvisationsmusik. In ad hoc-Formationen u.a. mit MusikerInnen wie Otomo Yoshihide, Joelle Leandre, Urs Leimgruber und Radu Malfatti. Bestehende Duos mit Le Quan Ninh und Charlotte Hug, Trio mit David Chiesa und Xavier Charles, Quartett mit Martine Altenburger, Rhodri Davies und Mark Wastell. Mitarbeit im Quintett Hubbub. Lebt in Pantin, Frankreich.

Bertrand Gauguet, Komponist für akustische und elektroakustische Musik, improvisierender Musiker, lebt in Paris. Als Improvisator u.a. Zusammenarbeit mit Sophie Agnel, Fabrice Charles, Jim Denley, Simon H. Fell, Barre Phillips und Roger Turner. Fixes Trio mit Franz Hautzinger und Thomas Lehn.

CDs:
„Love Stream“: Martine Altenburger / Le Quan Ninh (als download via „http://www.dincise.net/insubordinations/releases11.html“)
„Grosse Abfart“: Frederic Blondy / Tom Djll / Matt Ingalls / John Shiurba / George Cremashi / Lê Quan Ninh / John Bischoff / Tim Perkis / Gino Robair, Emanem Recs, 2007
„Etwa“: Bertrand Gauguet Solo, Creative Sources, Recordings, 2005

 
 
 

       
  top   Barre Phillips

Fr, 2. Mai, 21.15, Jazzatelier:

GIANCARLO LOCATELLI &
BARRE PHILLIPS

Giancarlo Locatelli, Klarinette,
Bassklarinette
Barre Phillips, Kontrabass

       
     

 
Barre Phillips ist einer der wirklich großen Bassisten der Jazzgeschichte. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass er mit dem Italiener Giancarlo Locatelli einen vergleichsweise jungen Kollegen zum Duopartner auserkoren hat.

Barre Phillips, geboren 1934 in San Francisco, Komponist, Bassist, Performer. Seine langjährige musikalische Erfahrung umfasst verschiedenste Musikstile, von Coleman Hawkins bis Derek Bailey. In den 70er Jahren spielt er zusammen mit John Surman und Stu Martin in der legendären Gruppe „The Trio“, mit welcher er weltweit auftritt. Es folgen Aufnahmen und Konzerte u.a. mit Archie Shepp, Chick Corea, Anthony Braxton, Evan Parker, Cecil Taylor, Ornette Coleman, Paul Bley und Leonard Bernstein. Aktuell betreibt er ein Trio mit Urs Leimgruber und Jacques Demierre. Seine Musik ist auf über 200 Tonträgern dokumentiert. Als Komponist schreibt er Musik für diverse Filme - u.a. für Robert Kramer, Jacques Rivette, William Friedkin und Marcel Camus und Partituren für Tanz für Carolyn Carlson an der Oper in Paris. Barre Phillips lebt in Frankreich.

Giancarlo Locatelli, geb. 1961, lebt in Melzo, Italien. Langzeitduopartner des Pianisten Alberto Braida. Gemeinsam mit Braida und Peter Kowald spielte Locatelli im Jahr 2002 die Trioplatte „Aria“ ein. Es war dies die letzte Studioaufnahme Peter Kowalds vor seinem Tod. Weitere Spiel- und Aufnahmepartner Locatellis im Laufe der Jahre: Steve Lacy, Wolfgang Fuchs, Paul Lovens, Elliot Sharp, Zeena Parkins und Wadada Leo Smith.
Locatelli ist Mitglied im „Rara Ensemble“ u.a. mit Fabrizio Spera und Leiter des Independent-Labels „Z-Rec“.

CDs:
„Journal Violine 9“, Barre Phillips, Emouvance/Harmonia Mundi, 2001
„After you have gone“, Tetsu Saitho, William Parker, Joelle Leandre, Barre Phillips - zur Erinnerung an Peter Kowald, Victo, 2004
„Aria“, Braida, Kowald, Locatelli, free elephant records, 2004

 
 
 

       
  top   Alan Wilkinson

Fr, 2. Mai, 23.00, Jazzatelier:

OBLIQUITY

Alan Wilkinson, Alto- und
Baritonsaxophon, Stimme
John Edwards, Kontrabass
Steve Noble, Schlagzeug

       
     

 
„Post-Ayler skronkage; stratospheric altissimo; schizo-scat vocals; free swing groove; big, brutal, bruising brilliance“ (Daniel Spicer, Jazzwise-Magazin)

Drei erfahrene und weit über die Grenzen Englands hinaus anerkannte Musiker in einem neuen Projekt. Gespielt wird „Fire-Music“. Rhythmischer, kochender Free-Jazz. Aber nicht nur: Hier wird durchaus die eine oder andere bestehende Grenzlinie neu vermessen! Ein Umstand, der wohl auch dazu beiträgt, dass das Trio in London vor allem bei einem jüngeren Publikum zu punkten imstande ist.

Steve Noble ist ein Drummer, der die Jazztradition gut kennt und zugleich danach trachtet, diese mit neueren Ansätzen zu kombinieren. Das Ergebnis ist eine Art „global free style“. Prägend für ihn war zunächst die Mitarbeit in der Pop-Band „Rip, Rig and Panic“, später dann Tanzprojekte mit Katie Duck und Auftritte mit dem „Bow Gamelan Ensemble“. Im klassischen Improv-Kontext war er vor allem mit Lol Coxhill, Alex Ward und Alex Maguire zu hören.

John Edwards ist aus der jüngeren Geschichte der Improvisation ohnehin nicht mehr wegzudenken. Projekte mit John Butcher und Evan Parker seien hier stellvertretend genannt. Für dieses Trio ist aber eine andere Qualität von John Edwards mindestens ebenso wichtig: die des kräftig im rhythmischen Treiben mitmischenden Impulsgebers. Eine Fähigkeit, die vor allem in seinen Anfangsjahren gut zu beobachten war: Tüchtig lärmende Gruppen wie „God“ oder „B-Shops for the Poor“ waren es ja, die am Beginn seiner Karriere standen.

Alan Wilkinsons Saxophonspiel steht in einer Traditionslinie, die mit Albert Ayler ebensoviel zu tun hat wie mit Evan Parker oder Peter Brötzmann. Gelungen ist ihm nicht weniger, als darauf aufbauend einen klar erkennbar eigenen Weg zu finden. Hession/Wilkinson/Fell ist eines seiner Langzeitprojekte. Kooperationen gab’s im Laufe der Jahre aber auch mit so unterschiedlichen Musikern wie Derek Bailey, Sunny Murray oder Thurston Moore von Sonic Youth.

CD: „Obliquity“, Noble/Edwards/Wilkinson, Bo`Weavil Recs, 2007

 
 
 

       
     

Das Samstagsprogramm im Detail:

     
  top   Elisabeth Flunger

Sa, 3. Mai, 17.00, Jazzatelier:

ELISABETH FLUNGER: SONGS

Elisabeth Flunger,
Schrottperkussion

       

 

     

 
Eine Vielzahl von Objekten aus Metall stellt Elisabeth Flungers Instrumentarium dar: Fundstücke, Gegenstände vom Schrottplatz, Teile von Werkzeugen und Geräten, Musikinstrumente, Souvenirs und Geschenke von Freunden. Die damit hervorgebrachte Musik entsteht durch körperliche und räumliche Aktionen, bei denen es darum geht, unter Einhaltung von Spielregeln ein (oder kein) Ziel zu erreichen. Sehr oft sind es keine perkussiven Techniken, sondern Manipulationen mit den Objekten selbst, die die Musik hervorbringen.

In der konzertanten Variante der „Songs“, die Flunger beim Kaleidophon präsentieren wird, verdichtet sich physische Aktion zu knappen, prägnanten und emotional aufgeladenen musikalischen Formen. Das Komponieren beginnt ganz wörtlich genommen mit der Zusammenstellung des physischen Spielfelds, des (Metall-)Materials, der Spielregeln. Die „Songs“ werden nicht geschrieben, sondern aufgebaut, zerlegt, geschlagen, geworfen, weil „ich gern Dinge tue, die an die Grenzen der Musik gehen, z.B. Sachen aufeinander türmen, runterschmeißen, herumschieben“ (Flunger). Improvisation hat dabei durchaus auch ihren Platz: Den Zugang zur Improvisation fand Flunger aber eher in der Neuen Musik: Kompositionen von John Cage, Earle Brown und Christian Wolff lassen dem Interpreten wichtige Entscheidungen bei der Gestaltung der Stücke offen, ebenso graphische Notationen, z.B. von Roman Haubenstock-Ramati oder Anestis Logothetis.

Elisabeth Flunger, Schlagzeugerin, Komponistin, Performance-Künstlerin. Geboren 1960 in Bozen, Italien. Ab 1979 Studium in Wien: Musikwissenschaft und Ethnologie, Schlaginstrumente und Komposition. Seit 1987 Tätigkeit als Schlagzeugerin vor allem im Bereich zeitgenössische Musik, als Solistin sowie in Ensembles wie Klangforum Wien, die reihe und Ensemble des 20. Jahrhunderts. Musikerin, Komponistin und Performerin in Theater- und Tanzproduktionen u.a. am Burgtheater und Akademietheater Wien. Zusammenarbeit mit MusikerInnen und KomponistInnen wie Elfi Aichinger, Cordula Bösze, Clementine Gasser, Katharina Klement, Mayako Kubo, Hannes Löschel, Johannes Marian, Jorge Sanchez-Chiong, Lukas Schiske und Burkhard Stangl. Elisabeth Flunger lebt dzt. in Luxemburg.

CD: „Songs“, Elisabeth Flunger, Loewenhertz, 2006

 
 
 

       
  top   Schneider, Romen, Fagschinski

Sa, 3. Mai, 18.30, Jazzatelier:

HERE COMES THE SUN
& PHILIP JECK

Kai Fagaschinski, Klarinette
Barbara Romen, Hackbrett
Gunter Schneider, Kontragitarre
Philip Jeck, Turntables

       
     

 
„Here comes the sun“ formierte sich Anfang 2006 und wurde schnell zu einer der erfreulichsten musikalischen Erfahrungen der drei divers tätigen MusikerInnen. Der Pointillismus der beiden Saitenspieler bildet eine intime Einheit mit den langgedehnten Mehrklang-Modulationen der Klarinette. Innerhalb ihrer Improvisationen bilden sie harmonisch gefärbte Patterns, die sich mit größter Zartheit und Zurückhaltung in bisweilen überraschend schöne Territorien vorwagen. Die erste CD-Produktion des Trios ist für den Frühling 2008 geplant.

Der britische Turntablist Philip Jeck ist international bekannt für seinen markanten Sound. Auf alten Plattenspielern der 50er und 60er Jahre und mithilfe von Schallplatten und elektronischen Devices kreiert er eine neue Musik, die eine Patina von Geschichtlichkeit durchhören lässt. Die Kollaboration von „here comes the sun“ und Philip Jeck feiert seine Premiere beim Kaleidophon und geht anschließend auf kleine Tour. Wir dürfen gespannt sein, zu welchem gemeinsamen Klang diese vier sensiblen FeinmechanikerInnen finden werden.

Romen und Schneider aus Tirol sind bei uns im Laufe der Jahre immer wieder aufgetreten - u.a. mit Lachenmanns „Salute für Caudwell“ für zwei Gitarren. Kai Fagaschinski hingegen feiert hiermit sein längst überfälliges Ulrichsberg-Debüt. Er kommt aus Berlin (geb. 1974), ist Autodidakt an der Klarinette und dzt. ein vielbeachteter Aktivist im Grenzgebiet Komposition/Improvisation, dessen klingende Forschungsergebnisse sich vor allem durch eine subtile aber doch unüberhörbare Rückbesinnung auf Melodisches auszeichnen. Philip Jeck kommt aus Liverpool. Seit Anfang der 80er ist er mit seinen Uraltplattenspielern unterwegs - oft als Solist, aber auch als Mitglied in Gruppen wie „Spire“. In Ulbg. war er zuletzt 1997 zu Gast - mit einer Turntable-Version von Ornette Colemans „Free-Jazz“.

CDs:
 „Traditional Alpine Music for the 22nd Century“, Romen/Schneider, Extraplatte 2007
„Suite. Live in Liverpool“, Philip Jeck, Touch-Records 2008
„till my breath gives out“, the magic i.d., (Fagaschinski, Kammerer, Kurzmann, Thieke), Erstwhile Recs 2008

 
 
 

       
  top   Taylor Ho Bynum

Sa, 3. Mai, 20.15, Jazzatelier:

TAYLOR HO BYNUMS
13TH ASSEMBLY

Taylor Ho Bynum, Kornett
Jessica Pavone, Viola
Mary Halvorsen, E-Gitarre
Tomas Fujiwara, Schlagzeug

       
     

 
„The shape of jazz to come“ - mit diesen großen Worten schloss unlängst Philip Clark im britischen „Wire“ die Besprechung zu Taylor Ho Bynums jüngster CD-Veröffentlichung. Jazz ist aber nur eine Komponente in der Musik des 13th Assemblys. Von Rhytm&Blues und Soul über „nonidiomatische Improvisation“ bis zu zeitgenössischer Komposition spannt sich der Bogen im Gesamten. Ellington, Ives und AACM sind gleichberechtigte Bezugspunkte. Da trifft es sich gut, dass das Quartett mit Mary Halvorson über eine äußerst wendige Gitarristin verfügt: Kaum wer vermag im Moment Vergleichbares auf der E-Gitarre aufzuführen: Von Ellington zu Metallica ist es da oft nur ein winzig kleiner Schritt.

Ausgesuchte Mitglieder sind es jedenfalls durch die Bank, die Taylor Ho Bynums Quartett ausmachen. Alle in New York ansässig, alle auch in eigenen Ensembles tätig. Gemeinsam ist Ho Bynum, Halvorson, Pavone und Fujiwara ein Naheverhältnis zu Anthony Braxton, in dessen aktuellen Formationen sie mitarbeiten. Ein Umstand, der in der Musik des 13th Assemblys, für das alle vier Teilnehmer Kompositionen beisteuern, durchaus Spuren hinterlässt: Freie Improvisation innerhalb vorgegebener Strukturen ist ein Wesensmerkmal, das sich bei aller sonstigen Verschiedenheit der vier KomponistInnen durchgehend in deren Arbeiten beobachten lässt.

Anthony Braxton war es im Übrigen auch, der uns auf Taylor Ho Bynum aufmerksam machte: Neben Aaron Siegel war Ho Bynum der dritte Dirigent im Tri-Centric-Ensemble-Projekt in Ulrichsberg, im Jahr 2005.

CDs:
„The middle Picture“, Taylor Ho Bynum Sextett, Firehouse Recs, 2007
„True Events“, Taylor Ho Bynum, Tomas Fujiwara, 482 Music, 2007
„27 Epigrams“, Jessica Pavone, Peacock-Recs, 2007
„On and Off“, Mary Halvorson, Jessica Pavone, Skirl Records, 2007

 
 
 

       
  top   Williamson, Turner, Beresford

Sa, 3. Mai, 22.00, Jazzatelier:

THE WARDROBE TRIO

Steve Beresford, Klavier
Joe Williamson, Kontrabass
Roger Turner, Schlagzeug

       
     

 
„How can a group exhibit such a dynamic sartorial flow to their music yet still combine a fine thread of line and texture with the fiery vitalities of colour and cut? ...... Listen on: The Wardrobe Trio has all the answers.“ (Beresford, Williamson, Turner, Dezember 2007)

Seit mehr als 30 Jahren ist Steve Beresford eine treibende Kraft in der englischen Improvisationsszene. Ein kreativer Anreger, der in vielen Projekten mitmischt. Ob mit Saxofonisten wie Lol Coxhill oder Evan Parker oder ob als einer der Motoren des „London Improvisers Orchestra“, immer bringt Beresford ein spielerisch-poetisches Element in die freie Musik ein, dazu eine Portion englischer Verschrobenheit und Exzentrik. Nicht zu vergessen sein unüberhörbares Faible für Pop-Musik, welches er vor allem in Gruppen wie „Melody Four“ und in zahlreichen Themenalben - von Doris Day bis Brigit Bardot - für Labels wie „Nato“ intensiv ausleben konnte.

Seit zwei Jahren bildet Beresford nun mit dem Bassisten Joe Williamson und dem Schlagwerker Roger Turner ein neues Ensemble: ein klassisches Jazzpianotrio. Mit Intensität und Einfühlungsvermögen entwerfen die drei eine Musik ohne Vorgaben und Absprachen. Beresford huscht in Windeseile über die Tasten, schleudert Klangfetzen und Cluster hervor und ergeht sich in perlenden Läufen. Filigrane Tongirlanden, in denen ein fernes Echo der Bebop-Ära widerhallt, winden sich um Williamsons sonore Basstöne, die von den flinken und ungewohnt jazzigen Perkussionseinwürfen Roger Turners durcheinander gewirbelt werden. „Ich habe diese Besetzung bisher gemieden, weil man damit zwangsläufig in große Fußstapfen tritt: Duke Ellington, Thelonious Monk, Bill Evans, Paul Bley. Was soll man dem noch hinzufügen?“, bemerkt Beresford. „Im Jazzpianotrio ist der Pianist zwangsläufig die Hauptperson. Ich wollte zwar nie die Hauptperson sein, noch sehe ich mich als Jazzpianisten. Dass ich mich nun aber doch in einem Pianotrio wiederfinde, empfinde ich als erfrischend und aufregend.“

CD: „Freedom of the City Festival 2005“, Emanem CD 4216, 2006

 
 
 

       
  top   Couscous

Sa, 3. Mai, 23.00, in der Tiefgarage der Firma Neuburger:

COUSCOUS

Martin Max Offenhuber, Ektar, Harmonium, Ghosttubes, Electronics, Noise, Visuals
Thomas Binder-Reisinger, Noise, E-Gitarre, E-Bass
Andreas Ledl, Klarinette, Bass
Ralph Wakolbinger, Schlagzeug

       
     

 
Das Musikprojekt Couscous ist ein Abfallprodukt, entstanden beim Schlendern durch die Straßenmärkte des Orients. Martin Max Offenhuber begann noch vor Ort, Abfälle und Reste wie Dosen, Plastikflaschen, Stahlfedern u.v.m. zu sammeln und daraus Rhythmusinstrumente zu basteln. Durch Reiben, Scharren, Dehnen, Abklopfen und Schlagen geben sie ihre Klänge preis, behutsam zum Singen gebracht oder gequält bis zum Übergehen.

Das improvisierte Spiel auf diesen Konstrukten bildet das rohe Rhythmusskelett von „Couscous“, immer wieder ergänzt mit Melodieversuchen auf allerlei traditionellem Instrumentarium wie Harmonium oder (E-)Tanpura. Trotzdem vergisst Offenhuber, ein Kind der westlichen Konsumgesellschaft, nicht darauf, ordentlich Lärm, Kurzschlüsse und Brutalität walten zu lassen. Mittels billigen Gitarreneffektgeräten, kaputten Mikrophonen und Analogsampling wird verfremdet, zerhackt und geloopt – die schmutzige industrielle Revolution in den weißen Zimmern der Laptopmusik.

Couscous wird live von vier Musikern umgesetzt. Offenhuber bedient den Großteil der selbstgebauten, elektronischen und traditionellen Instrumente. Ledl spielt auf zwei von insgesamt drei Bässen, Binder-Reisinger, meist an der Gitarre, muss für das eine oder andere Experiment herhalten, wie z.B. die Feedback-Maschine oder das Bass-Schlagzeug, und Wakolbinger bringt mit seinem reduzierten Pauken-Drumset die schöne Seite von „reign in blood“ ein. Offenhuber filmt sich mittels einer Live-Kamera selbst bei der Arbeit an seinen Gerätschaften (die Kamera ist am Rahmen von Offenhubers Brillen befestigt) und projiziert diesen Livestream abwechselnd mit selbstgefertigten Kurzfilmen aus Indien, wobei der Film-O-Ton quasi den fünften Musiker darstellt.

Alle vier Musiker stammen aus dem Umfeld österreichischer Experimental-Rock-Popgruppen wie „Kreisky“ und „Mord“.

CD: Couscous, Pumpkin Records, 2006

 
 
 

       
             
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