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Jazzatelier Ulrichsbg
 
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Josep Maria Balanyà: "Un peu à gauche, svp"

Samstag, 8. Dezember 2007, 20.00 Uhr, Jazzatelier Ulrichsberg

     
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Josep Maria Balanyà, Klavier

     
             
     

"Ich sehe den Flügel als großartiges Musikinstrument und gleichzeitig als Spielzeug. Wenn ich musiziere, fühle ich mich wie ein Kind, das hochkonzentriert, ohne Scheu und Komplexe jeden Moment des Spiels genießt. Das Klavier ist ein exklusives Spielzeug voller geheimnisvoller Klänge und Überraschungen - wenn Du mit ihm spielst, spielt es mit Dir“, sagt Balanyà. Und der Komponist Joan Guijoan schreibt: "Balanyàs Kompositionen sind vergleichbar mit einem klingendem Kaleidoskop, indem die Improvisation sich als vitaler Faktor durch eine schöpferische Vorstellung bewegt. Es ist eine tiefgreifende Musik mit einem unverwechselbaren persönlichen Stempel, der keinerlei Klassifikation in Richtung auf ein bestimmtes Musikgenre erlaubt. Auch dies ist ihre wesentliche Qualität."

Josep-Maria Balanyà, geboren im Juli 1949 in Barcelona, bekommt schon früh Klavierunterricht, singt im Kirchenchor, spielt bei verschiedenen Musikgruppen der musikalischen Bewegung "Música Laietana" und studiert Ende der siebziger Jahre in der Schweiz an der "Swiss Jazz School". Nach dem Studium verlässt er die Schweiz in Richtung Mexiko wo er im Radio und an Universitäten Vorträge über sein Projekt "Ökologischer Jazz" hält. Ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Biologen und Meereskundlern entstand. Er tritt auf internationalen Festivals auf, produziert mehrere CDs und erforscht die Klangfülle und Akustik des Klaviers. Zurück in Barcelona arbeitet er an neuen Konzepten für Solo-Klavier. Tourneen quer durch die Welt folgen.

Balanyá ist ein bescheidener, selbstkritischer Musiker, dessen Weltanschauung auf der Winzigkeit und Fehlbarkeit des Menschen im Angesicht der globalen Probleme basiert. Diese Anschauung findet sich auch in seiner Musik; sie steckt voller "Diskussionen", scheinbarer Brüche und Grenzüberschreitungen.

Nach „Elements of Development" (1997) und „Sonateska“ (1999) hat Balanya nun 2007 unter dem Titel "Un peu à gauche, svp" sein drittes Soloalbum eingespielt (erschienen bei Laika-Records/Rough Trade). Das Material für die Aufnahmen entwickelte sich seit 2003. Zu dieser Zeit demonstrierten in den Straßen Barcelonas die Menschen gegen den Irak-Krieg. Balanyà: „Ich verstehe das Werk als Musik gegen soziale Manipulation, als Musik gegen den Lärm der Kriegstreiber und als Ausrufezeichen hinter dem Wort Frieden“.

 

Das katalanische Institut Ramon Llull unterstützt die Tournee von Josep Maria Balanyá - wofür wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken.

 
 
     

 

     
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