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Jazzatelier Ulrichsbg
 
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Grbavica - Esmas Geheimnis

Freitag, 17. November 2006, 20.00, Jazzatelier Ulrichsberg

     
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Film von Jasmila Zbanic, Österreich / Bosnien /Kroatien / Deutschland 2005, 90 Minuten. U. a. mit Mirjana Karanovic und Luna Mijovic.

     
             
     

Die allein erziehende Esma lebt mit ihrer 12-jährigen Tochter Sara in Grbavica, einem Stadtteil von Sarajewo, in dem der Wiederaufbau nach den Jugoslawienkriegen der 90er Jahre nur langsam vorangeht.

Weil Esma mit der dürftigen Unterstützung vom Staat nicht über die Runden kommt, nimmt sie eine Stelle als Kellnerin in einem Nachtclub an. Nur widerstrebend arbeitet Esma die Nächte hindurch, vor allem, weil sie dann weniger Zeit für ihre Tochter hat. Esma, die noch immer traumatisiert ist durch die gewalttätigen Ereignisse der Vergangenheit, sucht Hilfe in einer Gruppentherapie im örtlichen Frauenzentrum. Neben ihrer engen Freundin Sabina findet Esma einen Seelenverwandten in Pelda, ihrem mitfühlenden Kollegen aus dem Nachtclub.

Seit Sara, ein lebhafter Wildfang, sich eng mit ihrem Klassenkameraden Samir angefreundet hat, kommt Fußball in ihrem Leben nur noch an zweiter Stelle. Die beiden sensiblen Teenager sind sich sehr nah – beide haben ihren Vater im Krieg verloren. Samir ist jedoch erstaunt, als er hört, dass Sara nichts über den Heldentod ihres Vaters zu berichten weiß. Saras Vater wird erneut zum Thema, als Sara für einen Preisnachlass bei der anstehenden Klassenfahrt den Nachweis benötigt, dass ihr Vater ein Kriegsheld war und den Märtyrertod gestorben ist. Esma behauptet, dass es schwierig sei, den offiziellen Nachweis zu bekommen, weil der Körper des Toten noch immer nicht gefunden wurde. Gleichzeitig versucht Esma verzweifelt, das gesamte Geld für Saras Klassenfahrt aufzutreiben.

Als Saras Klassenkameraden sie damit hänseln, dass sie nicht auf der Liste der Märtyrerkinder steht, rastet Sara aus. Sie begreift, dass ihre Mutter den kompletten Preis für sie bezahlt hat und stellt sie aufgebracht zur Rede. Esma bricht zusammen und konfrontiert das Mädchen schonungslos damit, dass sie bei einer der zahlreichen Vergewaltigungen im Gefangenenlager gezeugt wurde. So schmerzhaft diese Auseinandersetzung ist: für Esma ist es der erste wirkliche Schritt zur Verarbeitung ihres tiefen Traumas. Und trotz Saras Verletztheit gibt es Hoffnung auf einen Neuanfang für die Beziehung zwischen Mutter und Tochter.

 

 

 

 

     

 

     
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